Lagerverwaltungssysteme
Die Lagerung von Zwischen- und Fertigprodukten ist zentral in der Intralogistik, da sie Fertigungsprozesse zeitlich entkoppelt. Lagerplatz ist teuer, daher ist eine effiziente Lagerverwaltung entscheidend.
Beispiel Kranlager bei Kronospan
2025 realisierten wir ein automatisiertes Kranlager in Dänemark. Im alten Lager wurden Plattenstapel manuell in einem festen Raster eingelagert, was bei kleineren Stapeln viel Leerraum ließ. Das neue System fährt autonom und organisiert die Lagerplätze dynamisch. Stapel werden möglichst dicht gestellt, nur durch die Kranmechanik begrenzt. Unterschiedliche Plattenmaße, Stapelhöhen und Reststapel werden berücksichtigt.
Funktionen der Lagerverwaltung
Dynamische Einlagerung:
- Stapel werden eindeutig identifiziert und den Artikeldaten zugeordnet.
- Abmessungen werden analysiert, um den optimalen Lagerplatz zu berechnen.
- Sortenreine Lagerung in den Stapeltürmen für minimierte Zugriffszeiten und reduzierte Umlagerungen.
- Effizienz und Sicherheit durch Messung der Stapelturmhöhen.
- Lagerzonen für Produktion und Versand werden nach unterschiedlichen Regeln verwaltet.
Automatische Umlagerung:
- Zugriff auf Materialien aus unteren Ebenen durch automatische Umlagerungen.
- Temporäre Zwischenlagerbereiche sichern dabei den Materialfluss.
ERP-Integration:
- Lagerbestand aus der Lagerverwaltungsdatenbank wird zum übergeordneten ERP-System synchronisiert.
- Bedarfsmeldungen vom ERP-System erzeugen Auslageraufträge für die Produktionsbereiche.
- Die Lagerverwaltung organisiert daraus automatische Kranfahraufträge entsprechend der aktuellen Situation in den Produktionsbereichen.